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Am Samstag vor dem ersten Advent ging es vormittags auf "große Fahrt".
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Da durfte der Proviantwagen natürlich nicht fehlen.
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Unter dem Motto "Nimm's leicht, nimm mich!" hatte die Hannelore das halbe Schiff
für uns beschlagnahmt.
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Da es auf Helgoland keine Nadelbäume gibt, mußten auch die Tannenreiser mitfahren.
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Kräftige Schlucke aus der Pulle ...
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... und/oder enger Kontakt sorgten für die nötige Wärme.
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Nach zwei Stunden war die Schaukelei dann vorbei ...
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... und die Hotels wurden gestürmt.
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Die Nordseite der Insel mit ihrem typischen Profil ...
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... war unser erstes Ziel.
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Die Felsen sind immer noch so rot wie früher ...
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... und die "Lange Anna" steht auch noch.
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Nur die Schafe haben wohl den letzten Modeschrei verschlafen: die tragen ihr Fell
immer noch lang.
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Am späten Nachmittag war die Versorgungsmannschaft pünktlich zur Stelle, ...
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... so dass die gemeinsame Erkundung der Insel beginnen konnte.
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Bei leichtem Nieselregen war innere Wärme wieder sehr gefragt.
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Flora nutzte derweil die Zeit zum zollfreien Einkauf ...
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... auf der vorweihnachtlich geschmückten Insel.
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Ein Besuch des netten kleinen Weihnachtsmarktes durfte natürlich auch nicht
fehlen.
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Abends ging es dann mit Grünkohl und Pinkel richtig zur Sache.
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Dass zunächst noch die Teller fehlten, tat der guten Stimmung keinen Abbruch:
man bediente sich halt direkt ...
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... und keiner blieb hungrig, auch Thea nicht!
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Die große Aufgabe des Abends bestand darin, aus einem DIN-A-5-Blatt eine möglichst
lange zusammenhängende Papierschlange zu reißen oder zu schneiden.
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Die Farbe spielte keine Rolle, ...
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... gewertet wurde nur die Länge.
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Mit vereinten Kräften ...
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... wurde geschnitten, ...
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... gerissen ...
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... und gerupft.
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Durch die Auswertung wurden dann endgültig ...
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... alle Wege im Lokal blockiert.
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Am nächsten Morgen lag dicker Nebel über der Insel.
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Unsere Bunkerführung durch einen waschechten Helgoländer wurde davon aber nicht
beeinträchtigt.
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Mit gemischten Gefühlen lauschten wir dem Bericht über die schweren Angriffe im
zweiten Weltkrieg, die unser Fremdenführer selbst miterlebt hatte.
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Die Verpflegungspakete, die in der unterirdischen Küche herumlagen, waren auch
nicht mehr so ganz taufrisch ...
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... und mancher war froh wieder "draußen" zu sein.
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Gegen Mittag wurde es Zeit wieder Richtung Hafen zu wandern.
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Vorbei am Inselkrankenhaus erreichten wir schließlich wieder Meereshöhe, ...
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... wo uns ein anderer Helgoländer verabschiedete.
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Glück gehabt! Das Schiff war noch da!
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Schon wenige Minuten nach dem Ablegen war Helgoland nur noch ein Schemen, das
kurz darauf völlig im Nebel verschwand.
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An Bord wurde derweil schon wieder systematisch die Kälte bekämpft.
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Nachdem Flora und Jan-Hendrik am Vorabend die längsten Papierschlangen fabriziert
hatten ...
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... wurden sie zur Kohlkönigin und zum Vizekohlkönig gekürt.
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Die Maya aus Luckenwalde sang der Hannelore als Dank für die hervorragende
Organisation ein "persönliches" Weihnachtslied.
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Das war mal ein erster Advent, den keiner so schnell vergessen wird.
Danke, Hannelore und Rudi!
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